Wer über ein ganz gutes regelmäßiges Einkommen verfügt, der bekommt in der Regel auf Antrag von seiner kontoführenden Bank auch einen Dispositionskredit in einer Größenordnung genehmigt, der bis zum Dreifachen der monatlichen Einkünfte betragen kann. Das heißt, bei 2.000 Euro Netto im Monat ist durchaus auch ein Dispo in Höhe von maximal 6.000 Euro drin. Im Rahmen dieses Betrages kann der Kunde sein Girokonto überziehen und Zahlungen veranlassen, auch wenn keine wahre Deckung vorhanden ist.
Dieser Service an sich ist gebührenfrei, Kosten entstehen für den Kunden in dem Moment, wo der Dispositionskredit in Anspruch genommen wird. Es werden für jeden Tag und jeden Euro Zinsen berechnet, die bei fast 12 Prozent effektiv liegen können. Wer sorgsam mit seinem Dispositionskredit umgeht, kann die Vorteile, die dieser bietet, genießen. Er verspricht auch bei finanziellen Engpässen Liquidität und macht auch größere Rechnungsposten bezahlbar. Selbst kleinere Anschaffungen bei Möbeln oder Elektronikartikeln lassen sich aus dem Dispositionskredit bezahlen, doch hat das den Nachteil, dass, wenn nicht umgehend wieder ein Ausgleich erfolgen kann, die teuren Zinsen berechnet werden.
Deshalb ist es immer anzuraten, auch für kleinere Summen, eher einen günstigen Barkredit aufzunehmen oder direkt beim Händler, zu günstigen Konditionen zu finanzieren. Das spart Kosten und ist zudem deutlich übersichtlicher.
Ist der Dispo erstmal deutlich im Minus, ist es erfahrungsgemäß schwer, diesen wieder auszugleichen.