Eine der häufigsten Kreditformen ist der Dispositionskredit, der den meisten Inhabern eines Girokontos, auf dem monatliche Gehaltseingänge zu verzeichnen sind, von den kontoführenden Banken gewährt wird. Die Höhe des Dispositionskredites ist abhängig von der Bonität des Kunden und bewegt sich zwischen dem zwei- oder dreifachen des Betrages, der monatlich als Gehaltseingang zu verzeichnen ist. Bei einem Nettoeinkommen von 1500,00 Euro sind das dann zwischen 3000,00 und 4000,00 Euro.

Der Dispositionskredit verschafft dem Kunden zusätzliche Liquidität in dem genehmigten Rahmen, das heißt, der Girokontobesitzer kann Zahlungen über sein Konto abwickeln, auch wenn es sich im Soll befindet. Für die Inanspruchnahme des Dispos berechnen die Banken allerdings Zinsen, die zwischen 12 und 15 Prozent liegen können, jedoch nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbetrag.

Für viele ist der Dispositionskredit praktisch, um auch kurzfristig liquide zu sein und kleinere Anschaffungen oder Reparaturen bezahlen zu können. Wird der Dispo mit dem nächsten Gehaltseingang wieder ausgeglichen, ist dieser eine sinnvolle Ergänzung. Wer allerdings seine monatlichen Ausgaben ausschließlich aus dem Dispokredit bestreitet und auch durch den nächsten monatlichen Gehaltseingang sein Konto nicht mehr ins Haben bringen kann, der sollte darüber nachdenken, den Dispo mit einem zinsgünstigen Ratenkredit abzulösen. Dann lassen sich oft mehrere Hundert Euro an Zinsen sparen.

Comments are closed.