Bei der Eröffnung eines Girokontos wird heute fast obligatorisch fast jedem Kunden ein Überziehungsrahmen in Form eines Dispositionskredites und in Höhe des regelmäßigen Einkommens eingeräumt.

Der Vorteil: Der Dispokredit kann bis zur maximalen Höhe ohne weitere Rücksprache mit der Bank genutzt werden. Die Rückzahlung erfolgt meist durch den Eingang von Gehalt oder Lohn und Zinsen fallen nur für die Höhe und die Dauer der Inanspruchnahme an. Die Zinsen werden meistens im Rahmen der vierteljährlichen Kontoabrechnung berechnet und dem Girokonto belastet.

Auch wenn ein Disporahmen eine praktische Einrichtung ist, lassen sich die Banken dafür mit einem hohen Zinssatz bezahlen. Dieser beträgt bei vielen Banken und Sparkassen mehr als 10 Prozent, teilweise auch bis 14 oder 15 Prozent. Wird der Dispokredit beispielsweise das ganze Jahr über in einer Höhe von 4.000 Euro beansprucht, sind dafür bei einem Zinssatz von 12 Prozent p. a. Zinsen in Höhe von rund 480 Euro zu bezahlen.

Wenn der Dispokredit aber zu einer Dauerüberziehung des Girokontos wird und es zeitlich nicht absehbar ist, wieder einen Guthabenssaldo auf dem Konto auszuweisen, empfiehlt es sich, den Dispokredit durch einen Ratenkredit abzulösen und die Kreditsumme in monatlichen Raten zurückzuzahlen, um wieder schuldenfrei zu werden. Die Laufzeit eines Ratenkredites liegt meist zwischen 12 und 84 Monaten.

Ratenkredite gibt es bereits mit Zinssätzen, die unter 4 Prozent liegen und damit gegenüber einem Dispozinssatz deutlich günstiger sind. Die besten Angebote findet man im Internet auf Kreditvergleichsseiten. Meist kann man den Kredit auch gleich über das Internet abschließen. Die Antragsstellung erfolgt über ein Formular, die Vertragsabwicklung erfolgt dann über die Post.

Auch die Ablösung des Dispokredites übernimmt die Ratenkredit-Bank. Hierzu reicht eine entsprechende Ablösevollmacht, die meist im Vertragspaket als Formular beigelegt ist. Das finanzierende Institut überweist dann den Kreditbetrag direkt auf das Girokonto.

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