Bei jedem Kreditantrag, der bei der Bank eingeht, wird neben der Bonität des Kunden auch die Schufa überprüft. Hieraus ist dann ersichtlich, ob bereits weitere Kredite bestehen und ob diese ordnungsgemäß zurückgezahlt wurden.
Ist dies nicht der Fall, erfolgt von der jeweils kreditgebenden Bank eine Meldung an die Schufa, dass der Kredit fällig gestellt wurde. Ein solcher negativer Eintrag bedeutet in den meisten Fällen die Ablehnung des Kreditantrags. Erst nach der Löschung dieses Eintrags, die allerdings erst drei Jahre nach der Erledigung erfolgen kann, ist wieder eine Kreditvergabe möglich.
Die Alternative für Menschen, die trotzdem einen Kredit aufnehmen wollen, etwa um eine lang ersehnte Urlaubsreise antreten zu können, haben die Möglichkeit, schufafreie Kredite aus dem Ausland zu nutzen. Diese werden deutschen Kunden vornehmlich aus der Schweiz angeboten und können über das Internet bzw. einige Finanzvermittler beantragt werden.

Wie bei jeder Kreditvergabe müssen Antragsteller auch für Kredite aus der Schweiz gewisse Mindestanforderungen vorweisen. So müssen sie das 18. Lebensjahr vollendet haben sowie fest angestellt sein (länger als sechs Monate). Somit ist die Kreditvergabe an Arbeitslose, aber auch an Selbstständige sowie Freiberufler ausgeschlossen. Als weiteres muss das Einkommen über der Pfändungsfreigrenze liegen, eine Lohnpfändung darf natürlich noch nicht bestehen.
Damit die ausländischen Banken ihr Risiko solcher schufafreier Kreditvergaben reduzieren, können diese Kredite nur bis zu einem Betrag von 3.500 Euro aufgenommen werden und müssen spätestens nach 40 Monaten zurückgezahlt sein.

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