Das Ziel eines Fremdwährungsdarlehens ist in erster Linie die Ausnutzung von Zinsdifferenzen verschiedener Länder. Sie werden vor allem für Baufinanzierungszwecke genutzt. Hierzu werden die Darlehen in der entsprechenden Währung mit dem jeweiligen Landeszins aufgenommen. Auch die Zahlung der Zinsraten sowie die Rückzahlung am Laufzeitende erfolgen in der Fremdwährung.
Fremdwährungsdarlehen können unterschiedlich gestaltet sein. So können sie mit einer festen Annuitätenrate oder aber als tilgungsfreies Darlehen vergeben werden.
Die Zinsen für Darlehen in der Schweiz liegen aktuell bei ca. 2,5-3,0% p.a., Darlehen japanischer Banken sind sogar unter 2% p.a. zu haben. Im Gegensatz zu den Zinsen bei deutschen Banken bedeutet dies Zinsunterschiede von 2-3% p.a. Gerade bei Baufinanzierungen, die über mehrere Zehntausend Euro abgeschlossen werden, eine echte Ersparnis.
Fremdwährungsdarlehen weisen weiterhin eine nur kurze Zinsbindungszeit von maximal 12 Monaten auf. So haben Kreditnehmer oft die Möglichkeit, Sondertilgungen zu leisten sowie das Darlehen abzulösen oder umzuschulden, wenn die Kreditzinsen in dem gewählten Land steigen sollten.
Ein weiterer Vorteil von Fremdwährungsdarlehen kann erzielt werden, wenn die Währung, in der das Darlehen vereinbart wurde, sinkt. Somit sinkt gleichzeitig die Kreditschuld, ohne dass der Darlehensnehmer selbst Zahlungen geleistet hat. Steigt im Gegensatz dazu jedoch die Währung, erhöht sich gleichzeitig der Kredit, die monatliche Belastung steigt.
Aufgrund der relativen Risiken, die Kreditnehmer mit Fremdwährungsdarlehen eingehen, werden diese nur an Menschen mit einer einwandfreien Bonität sowie 100%igen Sicherheiten vergeben.